@beichttweet ist der deutschsprachige Klon von @secrettweet — mit beiden kann man anonym Geheimnisse auf Twitter veröffentlichen.
Beichttweet hatte ich in ein paar Stunden zusammengehackt, und dann hat mich der Hafer gestochen: Wenn man sich schon auf SMS-typische 140 (160) Zeichen beschränkt, warum soll man dann nicht via SMS beichten können?
Inbound SMS nennt sich das, wenn man es als Dienstleistung kaufen will, und kostet so in der Grössenordnung ab 20 Franken monatlich, was mir für ein Hobbyprojekt etwas zu viel ist. Aber man kann das ja auch selbst machen. Man nehme:
- Ein altes Handy (ein gutes, zuverlässiges Nokia 6310 lag noch herum)
- Ein dazu passendes USB-Datenkabel (die sind teuer, war bei Conrad um die 40 Franken)
- Billigste Prepaid-SIM-Karte (3.90 Franken für eine Yallo-Karte mit 5 Franken Guthaben)
- Gammu http://cihar.com/gammu/ als Software (bei SUSE Linux bereits als RPM in der Distribution) [Update 2009-01-18: http://www.gammu.org/ ist die bessere Einstiegs-URL]
Und tatsächlich: SIM-Karte ins Handy gelegt, Handy via Datenkabel angeschlossen, Einträge in /var/log/messages kontrolliert, “gammu —getallsms” (mit passender /etc/gammurc-Datei).
Tut.
Jetzt noch mit etwas Perl-Script-Glue zusammengekabbelt, das ganze in die Beichttweet-Moderationsqueue schreiben, und fertig ist das SMS2Beichttweet-Gateway.
Zum Testen: SMS “BEICHTE Text der Beichte” an +41 76 709 57 16 (Schweizer Normaltarif für SMS).